Kleine rote Pickelchen, dunkle Punkte unter der Haut, Juckreiz nach der Haarentfernung… Eingewachsene Haare sind ein klassisches Problem bei allen herkömmlichen Methoden der Haarentfernung. Die gute Nachricht: Wir wissen, warum sie entstehen, wie man ihnen vorbeugen kann und vor allem, wie man sie dauerhaft loswird.
Was genau ist ein eingewachsener Haar?
Ein eingewachsenes Haar ist ein Haar, das nicht wie üblich an die Hautoberfläche wächst, sondern nach innen oder horizontal wächst oder unter der obersten Hautschicht eingeklemmt bleibt. Der Körper reagiert darauf wie auf einen Fremdkörper: Entzündung, Rötung, Pickel.
Dies kommt besonders häufig an Stellen vor, die oft enthaart werden – Bikinizone, Achselhöhlen, Beine – sowie bei Menschen mit dickem oder lockigem Haar, denen es von Natur aus schwerer fällt, die Haut an der richtigen Stelle zu durchdringen.
Die 4 Hauptursachen
Rasieren gegen den Haarwuchs
Wenn man gegen den Strich rasiert, wird die Haarspitze schräg abgeschnitten, ähnlich wie bei einer Pfeilspitze. Beim Nachwachsen neigt dieses angespitzte Haar dazu, sich in die Haut zu bohren, anstatt sauber aus ihr herauszuwachsen.
Unreine Haut
Abgestorbene Hautzellen, Produktrückstände, Talg: All das verstopft die Pore, durch die das Haar austreten soll. Die Folge: Es wächst unter die Haut und sucht nach einem Ausgang, den es nicht findet.
Enge Kleidung
Skinny-Jeans, Unterwäsche aus Synthetik, eng anliegende Sportleggings und wiederholte Reibung drücken die Haare in die Haut, anstatt sie frei wachsen zu lassen.
Wachs und Pinzette
Wenn man das Haar ausreißt, kann es unter der Haut abbrechen oder den Haarfollikel beschädigen. Das nächste Haar, das nachwächst, stößt dann auf unebenes Terrain und wächst mit größerer Wahrscheinlichkeit schief.
Wie erkennt man ein eingewachsenes Haar?
Einige typische Anzeichen:
- Eine kleine rote Beule, die manchmal schmerzt und 2 bis 10 Tage nach der Haarentfernung auftritt.
- Ein dunkler Fleck, der unter der Haut zu sehen ist: Das ist das Haar, das sich um sich selbst kräuselt.
- Juckreiz oder leichte Schmerzen bei Druck.
- Manchmal ein kleiner weißer Punkt (Follikulitis), wenn sich die Entzündung verschlimmert hat.
Was Sie nicht tun sollten: den Pickel mit einer Nadel aufstechen, daran kratzen oder darauf drücken, um das Haar mit Gewalt „herauszuziehen“. Sie riskieren damit eine Infektion, Narbenbildung oder Hyperpigmentierung. Bei einer Entzündung sollte man die Haut in Ruhe lassen.
So beugen Sie ihnen vor
Vorbeugen ist die beste Verteidigung. Hier sind die Maßnahmen, die Sie ab heute umsetzen sollten.
1. Regelmäßig ein Peeling durchführen
Ein sanftes Peeling 1 bis 2 Mal pro Woche befreit die Haut von abgestorbenen Hautzellen und reinigt die Poren. Greifen Sie vorzugsweise zu sehr sanften mechanischen Peelings oder zu wirksamen und hautfreundlichen chemischen Wirkstoffen wie Salicylsäure (BHA).
2. In Wuchsrichtung rasieren
Wenn Sie einen Rasierer verwenden, rasieren Sie immer in Haarwuchsrichtung, auch wenn das Ergebnis dadurch etwas weniger glatt wird. So vermeiden Sie, dass sich die abgeschrägten Haarspitzen in die Haut einwachsen.
3. Täglich Feuchtigkeit spenden
Eine geschmeidige und gut durchfeuchtete Haut ist widerstandsfähiger. Die Haare lassen sich leichter entfernen, und es kommt seltener zu Entzündungen. Creme, Öl, Aloe-Vera-Gel: Finden Sie heraus, was für Sie am besten funktioniert.
4. Atmungsaktive Materialien bevorzugen
Baumwolle, Leinen, Modal: Diese Fasern lassen die Haut atmen und verringern die Reibung. Wenn Sie stark schwitzen, sollten Sie Ihre Kleidung nach dem Sport schnell wechseln.
5. Rasieren Sie sich möglichst seltener
Je öfter man sich rasiert, desto stärker wird der Haarfollikel beansprucht. Wenn möglich, sollten Sie der Haut zwischen zwei Rasuren ein paar Tage Pause gönnen.
Wie behandelt man ein bereits vorhandenes eingewachsenes Haar?
Haben Sie einen? Hier ist die Anleitung.
- Legen Sie 10 Minuten lang eine lauwarme Kompresse auf die betroffene Stelle. Die Wärme öffnet die Poren und lindert die Entzündung.
- Peelen Sie die Haut um den betroffenen Bereich herum ganz sanft (niemals direkt auf dem Pickel). Ein angefeuchteter Peeling-Handschuh oder ein Peeling mit feinen Körnern reicht aus.
- Versorgen Sie die Haut mit Feuchtigkeit und einer beruhigenden Pflege: Aloe Vera, Panthenol, Ringelblume. Sie können auch einmal täglich eine Creme auf Salicylsäurebasis auftragen.
- Lass das Haar von selbst herauswachsen. In ein paar Tagen wird es schließlich auf natürliche Weise durch die Haut brechen.
- Sollte sich die Entzündung verschlimmern (Überwärmung, Schmerzen, starker Eiter), suchen Sie einen Hautarzt auf. Eine fortgeschrittene Follikulitis muss möglicherweise behandelt werden.
Die nachhaltige Lösung: Das Problem an der Wurzel packen
All diese Methoden – Peeling, Feuchtigkeitspflege und Kompressen – lindern zwar die Beschwerden, beseitigen aber nicht die eigentliche Ursache: Rasieren und Wachsen führen Woche für Woche weiterhin zu einer großen Menge von falsch wachsenden Haaren.
Die Haarentfernung mit gepulstem Licht (IPL) ändert diese Gleichung. Indem sie den Nachwachs der Haare nachhaltig reduziert, beseitigt sie automatisch den Großteil der Haare, die zu eingewachsenen Haaren werden könnten. Weniger Haare = weniger Rasieren = weniger eingewachsene Haare.
Das ist übrigens einer der Gründe, warum sich viele Frauen nach Jahren frustrierender Rasur für die IPL-Behandlung entscheiden: nicht nur wegen des „glatten“ Ergebnisses, sondern auch, um den immer wiederkehrenden Pickeln und dem Juckreiz in der Bikinizone oder unter den Achseln ein für alle Mal ein Ende zu setzen.
Der Durchbruch. Wenn man aufhört, eine Stelle jede Woche zu rasieren, hört man auch auf, sie zu strapazieren. Die Haut findet ihr Gleichgewicht wieder, die Poren schließen sich von selbst, und eingewachsene Haare verschwinden ebenso wie die Haare an sich.
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Beseitigt IPL eingewachsene Haare wirklich?
Welche Körperstellen sind am stärksten von eingewachsenen Haaren betroffen?
Sollte man einen Hautarzt aufsuchen?
Reicht ein Peeling aus, um sie zu vermeiden?
Eingewachsene Haare sind kein unabwendbares Schicksal. Mit den richtigen Maßnahmen im Alltag und indem Sie die eigentliche Ursache bekämpfen, kann Ihre Haut ihr Wohlbefinden dauerhaft zurückgewinnen. Wenn Sie mehr erfahren möchten, lesen Sie auch, wie die Haarentfernung mit gepulstem Licht funktioniert.